Tarifverhandlungen Süßwarenindustrie Niedersachsen/Bremen: keine Bewegung der NGG

Streik Konfliktlösung ©Teteline/AdobeStock

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Keine Bewegung der NGG in der dritten Runde am 22.07.2026

Die dritte Runde der Entgelttarifverhandlungen für die Süßwarenindustrie in Niedersachsen und Bremen ist am 22.07.2026 in Hannover trotz intensiver Bemühungen der Arbeitgeberseite ohne Ergebnis geblieben. Die NGG war erkennbar nicht verhandlungsbereit.

Verhandeln heißt, dass sich beide Seiten aufeinander zubewegen. Die Arbeitgeber haben ihr Angebot in der vorangegangenen Runde nachgebessert. Eine Antwort, die diesen Namen verdient, ist die NGG auch heute schuldig geblieben. Es liegt ein seriöses Angebot auf dem Tisch, und der nächste Schritt gehört jetzt der Gewerkschaftsseite.

Tarifergebnisse gibt es nur am Verhandlungstisch

In den vergangenen Tagen hat die NGG gezeigt, dass sie mobilisieren kann. Das Streikrecht steht dabei außer Frage, ersetzt aber keine Beweglichkeit am Verhandlungstisch.

„Wir hätten heute gern über Inhalte verhandelt. Dafür braucht es zwei Seiten, die sich bewegen wollen, und daran hat es bei der NGG erkennbar gefehlt. Wer Belegschaften zum Warnstreik aufrufen kann, muss auch verhandeln können. Unser Angebot bleibt gültig. Wenn die NGG am 20.08. mit echter Kompromissbereitschaft nach Hannover kommt, ist ein fairer Abschluss erreichbar. Die Beschäftigten hier in Niedersachsen und Bremen warten lange genug“, erklärt Dr. Mario Mundorf, tarifpolitischer Geschäftsführer des BDSI.

Die Gespräche werden am 20.08.2026 in einer vierten Runde fortgesetzt.

Zum Hintergrund
Der bisherige Entgelttarifvertrag für die Süßwarenindustrie in Niedersachsen/Bremen ist am 31.05.2026 ausgelaufen. Die Tarifgebiete der deutschen Süßwarenindustrie werden traditionell regional verhandelt; die Verhandlungen in weiteren Gebieten laufen teilweise parallel. Die Branche beschäftigt bundesweit rund 60.000 Menschen in etwa 200 überwiegend mittelständischen Unternehmen und ist die viertgrößte der deutschen Ernährungsindustrie.